Studie: Motorradhelme schützen vor Verletzungen an der Halswirbelsäule
Motorradunfälle gehören zu den Verkehrsunfällen mit den schwersten körperlichen Folgen. Meist sind es Verletzungen an der Halswirbelsäule und im Kopfbereich, die für ein späteres gesundheitlich eingeschränktes Leben oder gar Todesfälle verantwortlich sind. Aus diesem Grund ist Schutzkleidung für Fahrer wie auch Sozius lebenswichtig. Vor allem der Motorradhelm ist unabdingbarer Bestandteil der Ausstattung.
Oft wurde das Für und Wider der Sicherheit vom Schutzhelm von Fachleuten diskutiert. Der Schutz des Kopfes durch den Motorrad Helm stand dabei außer Frage, doch der positive Effekt für die Halswirbelsäule war umstritten. Im Gegenteil, einige Fachleute befürchteten, aufgrund der Form vom Schutzhelm, sogar eine zusätzliche Gefahr für den Halswirbelbereich.
Anfang 2011 veröffentlichte die School of Medicine der John Hopkins University, USA, eine Studie, die mehr Klarheit in die Streitfrage brachte. Die Forscher werteten mehr als 40.000 Motorradunfälle aus den Jahren 2002 bis 2006 aus und kamen zu dem Resultat, dass der Motorradhelm auch eine Schutzfunktion für die Halswirbelsäule erfüllt. Die erstellte Statistik zeigte, dass Unfallopfer mit Schutzhelm ein um 22 Prozent geringeres Risiko für Halswirbelverletzungen eingingen, als jene ohne Motorrad Helm.
Die Höhe der Verletzungsgefahr hängt sicher nicht zuletzt auch vom Schutzhelm selbst ab. Als sicherster Motorradhelm gilt derzeit der Integralhelm mit festem Visier und Kinnschutz. Die Klappvariante gilt als weniger sicher, ist für erste Helfer jedoch oft leichter im Notfall zu entfernen.
Das Abnehmen vom Motorrad Helm im Notfall sollte übrigens nie ohne vorherige Abstützung der Halswirbelsäule erfolgen. Nicht selten werden durch fehlende Stütze vormals leichte Verletzungen an der Halswirbelsäule zu schweren.












